Serviertemperatur
Es wird empfohlen, diesen Champagner bei 8–10 °C zu servieren – eine Temperatur, die Frische, Feinheit der Perlage und aromatische Komplexität optimal zur Geltung bringt und ein ausgewogenes, elegantes Genusserlebnis ermöglicht.
Empfehlungen zum Food-Pairing
Dieser Champagner ist ein raffinierter Wein, ideal für das gesamte Menü. Elegant und vielseitig begleitet er sowohl den Aperitif als auch die anspruchsvollsten Hauptgerichte. Um ihn optimal zu genießen, sollte man ihn nicht mit Speisen kombinieren, die eine ausgeprägte Säure haben, stark gesalzen oder sehr scharf sind, da das Zusammenspiel mit der Säure des Weins und der Lebhaftigkeit des Perlage unausgewogen wirken könnte.
Beispielsweise empfiehlt der Produzent drei besonders interessante Kombinationen:
✔ Als Aperitif, mit Käse-Minisoufflés oder Foie-Gras-Crostini auf leicht geröstetem Brot
✔ Als Hauptgang, mit Lachsfilet auf einem Bett aus Rahmspinat
✔ Hervorragend auch zu Filet Mignon im Blätterteigmantel
Lagerungsempfehlungen
Die Flasche sollte an einem kühlen, dunklen Ort ohne Temperaturschwankungen gelagert werden. Es wird empfohlen, die Flasche liegend aufzubewahren, um den korrekten Kontakt zwischen Wein und Naturkorken zu gewährleisten.
Arpents – ein jahrhundertealter Weg durch die Weinberge
„Arpents“ ist ein französischer Begriff, der eine alte agrarische Maßeinheit bezeichnet und auf das Verb arpenter zurückgeht, was so viel bedeutet wie „ein Gelände abschreiten und vermessen“. Der Name ist eine Hommage an die Vorfahren, die zwischen den Rebzeilen (galipes) wandelten, die Reben kontrollierten, den Boden bearbeiteten und die Weinberge Schritt für Schritt pflegten – ein Symbol für die tiefe, über Generationen weitergegebene Verbindung zwischen Mensch und Rebe.
Philosophie, Terroir und Weinbau
Thierry Massin baut seine Arbeit auf den Respekt vor der Natur, ihren Zyklen und dem authentischen Ausdruck der Terroirs auf. Die Arbeit im Weinberg ist durchdacht und Ergebnis ständiger Reflexion: Die Böden sind mit natürlicher Begrünung bedeckt und werden mechanisch bearbeitet, während der Pflanzenschutz durch natürliche und biologische Behandlungen erfolgt.
Das Weingut ist HVE-zertifiziert (Haute Valeur Environnementale), ein Garant für einen nachhaltigen Ansatz. Die Weinberge befinden sich zu 100 % in Ville-sur-Arce auf ton-kalkhaltigen Böden mit Mergel- und Kalkkomponenten aus der Kimmeridgium- und Portlandium-Epoche, die sich vor etwa 157 bis 152 Millionen Jahren gebildet haben und dem Wein Finesse, Frische und mineralische Tiefe verleihen.
Vinifikationsmethode
Dieser Champagner entsteht aus einer Cuvée von 85 % Pinot Noir und 15 % Chardonnay, die zu 73 % aus der Ernte 2022 und zu 27 % aus Reserveweinen der Jahrgänge 2018 und 2020 besteht. Die alkoholische und malolaktische Gärung erfolgt im Edelstahltank, gefolgt von einem 8-monatigen Ausbau auf Feinhefe. Anschließend reift der Wein mindestens 20 Monate auf der Hefe in der Flasche, wodurch er an Komplexität und Eleganz gewinnt. Das Degorgement erfolgt mindestens 6 Monate vor der Vermarktung, mit einer Dosage im Brut-Stil von 5 g/L.
Sensorisches Gesamtprofil
Arpents entsteht aus einer Assemblage von 85 % Pinot Noir und 15 % Chardonnay und bringt die Typizität der Côte des Bar mit einem perfekten Gleichgewicht von Intensität und Finesse zum Ausdruck.
Die Farbe ist ein leuchtendes Strohgelb, durchzogen von einem sehr feinen, zahlreichen und lang anhaltenden Perlage.
In der Nase verbinden sich intensive Aromen reifer Früchte mit Noten von gelben Früchten – insbesondere Aprikose – und einem Hauch von Zitrusfrüchten wie Orange und Mandarine. Das Bouquet wird durch eine feine Brotkruste-Note und elegante florale Nuancen von Weißdorn und Akazie abgerundet und wirkt komplex, fein und von großer Intensität.
Am Gaumen ist die Perlage zunächst frisch und lebhaft, dann verbindet sie sich mit der präzisen Säure des Weins und wird seidig, dank der feinen Weichheit, die das Gleichgewicht bewahrt. Der Schluck wird von einer leichten und angenehmen Mineralität begleitet, die – auch olfaktorisch – zu einem langen aromatischen Nachhall führt, in dem Noten von Birne und Apfel, eine zarte Note von Brombeere, ein Hauch von weißen Blüten und ein feiner Brotaroma hervortreten. Das Ergebnis ist ein harmonischer, komplexer und äußerst angenehmer Genuss.